SCHMERZEN

SCHMERZMITTEL SIND ERLAUBT

Schmerzen nach der Geburt können vielfältig sein: Brennen, Bauchkrämpfe, Probleme beim Wasserlassen, wunde Brustwarzen, Brustentzündung usw.
Auch nach der Geburt, muss und sollte man keine Schmerzen aushalten. Denn man darf und sollte sogar wenn es nötig ist und Schmerzen vorhanden sind, in der ersten Zeit nach Geburt, auch Schmerzmittel verwenden. Ibuprofen wird als Mittel der Wahl nach der Geburt empfohlen, weil es als stillverträgliches Schmerzmittel gilt. Bitte immer die Hinweise der Packungsbeilage auf die empfohlene Dosis des Schmerzmittels achten.

Homöopathische Mittel können ebenfalls die Wundschmerzen im Wochenbett erheblich lindern.

  • Arnica (bei allen Verletzungen) stoppt Blutungen und hilft der Psyche
  • Hypericum (Johanniskraut) bei heftigen Scherzen besonders bei Steissbeinverletzungen
  • Calendula (Ringelblume) Wundheilmittel bei Rissen
  • Staphisagria (Stephanskraut) bei Kaiser- oder Dammschnitt
  • Mischung aus Arnica, Hypericum, Calendula und Symphytum bei Kaiser- und Dammschnitt

BRUSTSCHMERZEN

Neben den Geburtsverletzungen können wunde Brustwarzen, Schmerzen in der Brust und verzögerter Milcheinschuss ebenfalls erhebliche Schmerzen verursachen. Wunde Brustwarzen können gut behandelt werden, unter anderem mit einer homöopathischen Calendula Salbe. Nach dem Stillen den Speichel des Kindes und Muttermilch eintrocknen lassen, dann sparsam Calendula Salbe auftragen und mit steriler Gaze abdecken. Eine gute Hilfe für wunde und auch manchmal sogar blutige Brustwarzen, sind Brusthütchen, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Eine Brustentzündung im Wochenbett ist insbesondere bei Erstgebärenden ein häufiges Problem, welches typischerweise ca. eine Woche nach der Geburt auftritt. Der Brustentzündung geht meistens ein Milchstau voraus, der durch eine mangelnde Brustentleerung entsteht. Deshalb sollte bei ersten Anzeichen eines Milchstaus der Rat der Hebamme oder einer Stillberaterin eingeholt werden. Häufiges Ansetzen des Kindes und Ausstreichen von Restmilch sind wichtige Massnahmen, um Entzündungen vorzubeugen. Der Milchfluss kann verschieden gefördert werden, unter anderem durch warme Brustkompressen (Kartoffel, Leinsamen, Lehm) vor dem Stillen. Kalte Kompressen sind zwar angenehm, können aber den Milchfluss bremsen. Homöopathie wie Bryonia, Belladonna, Phytolacca, Hepar sulfuris, Silicea und Sulfur können sehr hilfreich sein. Um hier das passende homöopathische Mittel zu finden, sollte man entweder die Hebamme oder aber den Heilpraktiker fragen.

HÄMORRHOIDEN

Viele Frauen leiden nach der Geburt vorübergehend unter schmerzhaften Hämorrhoiden, nicht zuletzt deshalb weil die Blutgefässe am Beckenboden sehr stark belastet wurden. Normalerweise bilden sich die gestauten, erweiterten und verdickten Venen (Krampfadern) bald zurück und verschwinden schon nach einigen Tagen.
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