TIPPS ZUM STILLEN

DAS BRAUCHEN SIE

Stilleinlagen
Wichtig vor allem in der Anfangszeit, wenn der Milchfluss noch unregelmäßig ist. Auch später brauchen Sie die Stilleinlagen vor allem für unterwegs, um Milchflecken auf Shirts oder Blusen zu vermeiden. Denn oft "schießt" die Milch ganz plötzlich ein, z.B. wenn ein Kind weint oder die Brust bei längeren Stillabständen auch mal zu voll ist.
Still-BH
Um das Stillen zu erleichtern, gibt es sogenannte Still-BHs, die sich mit einem Klickverschluss schnell und einfach öffnen lassen. So können Sie Ihr Kind jederzeit und überall problemlos stillen. 2-3 Still-BHs reichen meistens aus, um bequem durch die Stillzeit zu kommen. Alternativ gibt es auch Still-Hemdchen, die man vor allem zur kälteren Jahreszeit tragen kann.
Stillkissen
Ob im Liegen oder Sitzen – ein Stillkissen ist immer gut, um es sich in jeder Stillposition im Bett oder auf dem Sofa auch richtig gemütlich machen zu können. Bereits vor der Geburt nutzen es viele Mütter schon zum Entspannen und legen das Stillkissen z.B. unter den Bauch oder in den Rücken, um so besser liegen und schlafen zu können.
Stilltee
Um den Milchfluss immer gut "am Laufen" zu halten, ist es wichtig viel zu trinken. 2-3 Liter am Tag sind dabei empfehlenswert. Ideal ist spezieller Stilltee, den Sie in Ihrer Mutter und Kind Apotheke bekommen. Besonders in der Anfangszeit kann der Stilltee helfen, den Milchfluss anzuregen, und auch wenn Sie einmal etwas weniger Milch haben als üblich, wirken die anregenden Inhaltsstoffe oft stillfördernd und können den Milchfluss wieder ins Gleichgewicht bringen. Zusätzlich können auch Mineralwasser, leichte Fruchtschorlen oder andere ungesüßte Tees getrunken werden. Kochen Sie deshalb immer eine große Kanne Tee und stellen sie griffbereit an Ihren Stillplatz. So können Sie auch während dem Stillen immer ausreichend trinken und schaffen problemlos Ihr Tagestrinkpensum.
Still-Öl
In den ersten Tagen im Krankenhaus kann es sein, dass Sie anfangs einige "schmerzliche" Erfahrungen mit dem Stillen machen. Das ist ganz normal und gehört manchmal leider dazu. Wunde, teilweise blutige Brustwarzen sind oft die Folge von falschem Anlegen, nicht wie oft geglaubt, vom zu häufigen Anlegen. Sind die Brustwarzen einmal wund, helfen Salben wie Lanolin (Wollfett), Vaseline, Heilwolle oder auch Muttermilch um die Wundheilung zu beschleunigen.

AUS DER STILLPRAXIS

Wenn das Baby beim Stillen müde oder fast eingeschlafen ist, können Sie es unter dem Kinn sanft kitzeln und es so wieder zum Saugen animieren.
Achten Sie darauf, dass Ihr Baby den Mund richtig geöffnet hat und die Brustwarze vom Gaumen umschlossen wird. Das Sauggeräusch und die Bewegung des Ohrs sind dabei wichtige Anhaltspunkte, um festzustellen, ob Ihr Baby richtig trinkt.
Schaffen Sie sich eine ruhige, entspannte Stillecke zum Rückzug. Um die gemeinsame Stillzeit in vollen Zügen zu genießen.
Sollten Sie dennoch Schwierigkeiten oder Probleme beim Stillen haben, bitten Sie Ihre Hebamme unbedingt um Unterstützung. In vielen sozialen Einrichtungen werden auch spezielle Stillberatungen und -Treffs angeboten, bei denen Sie sich mit anderen Müttern austauschen und zusätzlich hilfreiche Tipps bekommen können.